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Resilienz: Das Geheimnis psychischer Widerstandskraft

Im letzten Teil unserer Serie zum positiven Umgang mit Stress zeigen wir Dir, wie Du Deine Resilienz stärken und schwierige Situationen besser bewältigen kannst.

(Bildnachweis: Oliver Rossi via Getty)

Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandskraft, die Du brauchst, um Probleme oder Krisen erfolgreich zu meistern. Sie ist das Immunsystem unserer Psyche. Es lohnt sich, diese positive Eigenschaft langfristig zu trainieren – vor allem dann, wenn Du im Alltag neben dem Fernstudium sehr ausgelastet bist. Denn je stärker Deine Resilienz ausgeprägt ist, umso gelassener reagierst Du auf Stress auslösende Reize und behältst auch in Prüfungsphasen einen kühlen Kopf.    

Die Sieben Säulen der Resilienz 

Es gibt sieben Faktoren, mit denen sich Deine Resilienz stärken lässt. Diese „Sieben Säulen der Resilienz“, auch Resilienzfaktoren genannt, die wir im Folgenden vorstellen, sind an ein Modell der Molekular- und Evolutionsbiologin Franziska Wiebel angelehnt. Sie unterstützen Dich dabei, Deine Widerstandskraft gezielt auf- oder auszubauen. Denn Resilienz ist kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern eine Fähigkeit, die erlernbar ist.    

#1 Akzeptanz 

Es gibt Dinge im Leben, die sich einfach nicht ändern lassen: die Vergangenheit zum Beispiel. Wenn Du etwa Deine Pläne für das Semester oder Deine Erwartungen an eine Prüfungsleistung nicht erfüllt hast, ist es hilfreich, Dich in die Gegenwart zurückzuholen. Nur hier und jetzt kannst Du die freie Entscheidung treffen, aus negativen Gedankenspiralen auszusteigen und Dich und Deine Situation anzunehmen. Denn Druck, wie in Form innerer Widerstände, löst immer Gegendruck aus. Akzeptanz hingegen ist ein Stresslöser.   

#2 Lösungsorientierung  

Im nächsten Schritt ist es wichtig, sich den Herausforderungen proaktiv zu stellen. Anstatt gedanklich um Probleme zu kreisen, solltest Du Dich auf die Lösung fokussieren. Während negative Emotionen uns oftmals den Blick versperren, erleichtert uns eine lösungsorientierte Perspektive – auch unter Stress – den Zugang zu den eigenen Ressourcen. Welche Chancen und Handlungsspielräume hast Du, die Du Stück für Stück angehen kannst? 

#3 Optimismus 

Gesunder Optimismus zeichnet sich nicht durch die Hoffnung auf unrealistische Entwicklungen aus, sondern den Glauben und das Vertrauen auf die in Dir schlummernde innere Stärke. Denn diese hat Dir schon in früheren Situation geholfen, Schwieriges zu bewältigen. Auch bewusste Dankbarkeit für alles, das Du in Deinem Leben schon erreicht und erhalten hast, unterbricht negative Denkmuster.     

#4 Bindung 

Gerade in herausfordernden Zeiten solltest Du Dein soziales Netzwerk nicht vernachlässigen: Familie und Freunde wirken wie ein natürliches Schutzschild gegen Stress. Scheue Dich nicht, andere um Hilfe zu bitten! Auch im Fernstudium kannst Du Dich über unsere große Online-Community mit Gleichgesinnten vernetzen, um Dich zum Beispiel über kniffligen Prüfungsstoff auszutauschen und so gemeinsam eine Lösung zu finden.   

#5 Selbstwahrnehmung 

Durch eine geschulte Selbstwahrnehmung lernst Du, die Signale Deines Körpers besser zu verstehen. Dieses Verständnis kannst Du als inneren Kompass nutzen, um aufkommenden Stress frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.  

#6 Selbstreflexion 

Nimm Dir Zeit, auch mal innezuhalten und zu spüren, was gerade in Dir vorgeht. Bist Du dauerhaft angespannt oder müde? Gibt es etwas, das Du im Moment brauchst? Wenn Du zum Beispiel das Bedürfnis nach einer Lernpause hast, solltest Du dieses nicht unterdrücken. Denn nur, wenn Dein Körper und Deine Seele gut versorgt sind, kannst Du Großes leisten.     

#7 Zukunftsplanung 

Ein klares Ziel vor Augen zu haben, das Du in Zukunft erreichen willst und als sinnstiftend erlebst, hilft über schwierige Situation hinweg. Mach Dir zum Beispiel immer wieder bewusst, wofür Du studierst und wie sehr sich selbst stressige Phasen gelohnt haben werden, sobald Du Deinen Abschluss in der Tasche hast. So kannst Du auch Rückschläge auf dem Weg besser wegstecken und Dich zum nächsten Anlauf motivieren!  

Team-Readktion-Natalie-Neudert
Ich bin Münchnerin mit tschechischen Wurzeln und habe nach meiner Promotion in Medienwissenschaften an der IU meine berufliche Heimat gefunden: als Vollblutredakteurin und -texterin. Privat begeistere ich mich für Philosophie, Kultur und Minimalismus. Damit ich frei bin für das, was mir wirklich wichtig ist: Reisen, Schreiben und Menschen, die inspirieren.

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Natalie
Redakteurin Inside IU