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„Habt keine Angst vor dem Einstieg in den Bereich künstliche Intelligenz!”

Klar ist eines: Der Bedarf an KI-Expert:innen wächst und es wird immer wichtiger, sich in diesem Bereich zu qualifizieren. Deshalb bieten wir Dir an der IU ein breites Spektrum an AI-Programmen, die unseren Studierenden die Chance bieten, sich in diesem zukunftsweisenden Bereich zu spezialisieren und zu entwickeln. Wie der Weg in den Tech- und AI-Bereich aussehen kann? Dazu haben wir mit Franziska Grollmann gesprochen.

Bildnachweis: IU Internationale Hochschule

Franziska ist eine der IU-Alumni, die heute bei DeepL im Bereich als Technical Project Managerin tätig ist und sich dabei unter anderem mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigt. Im Interview hat sie uns spannende Einblicke in ihren Werdegang und Berufsalltag gegeben – und dabei außerdem erzählt, warum es so wichtig ist, den ersten Schritt zu wagen.  

IU Internationale Hochschule: Hallo Franziska, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, mit uns zu sprechen. Würdest Du uns zum Start ein bisschen mehr zu Dir und Deinem Werdegang erzählen? 

Franziska: Insgesamt hat mich mein beruflicher Weg von der Architektur zum Projektmanagement für digitale Produkte geführt. Ich habe ursprünglich Architektur studiert und auch in diesem Bereich gearbeitet. Dann war ich bei der Koelnmesse für die großen Messen, wie die Gamescom tätig. Aufgrund der fehlenden Nutzerzentrierung und eines modernen Projektmanagements und auch wegen meiner digitalen Affinität entschloss ich mich zu einem MBA in IT-Management an der IU Internationalen Hochschule die damals noch IUBH hieß.

Noch während meines Studiums begann ich im IT-Projektmanagement bei einer Unternehmensberatung zu arbeiten, wo ich in kürzester Zeit eine Vielzahl von technischen Bereich en kennengelernt habe. Ich spezialisierte mich immer weiter im Themengebiet der künstlichen Intelligenz und wechselte zu einem Scale Up, das sich auf die Industrie 4.0, also künstlicher Intelligenz im Maschinenbau spezialisiert hat. Dort war ich verantwortlich für die Produktlinie und die Koordination verschiedener Teams – eine Herausforderung, die mir die Bedeutung von Nachhaltigkeit und die Kraft innovativer Technologien wie KI vor Augen führte.  Zusätzlich entschied ich mich, als Dozentin an der IU zu lehren, was mir viel Spaß gemacht  – und durch den Perspektivwechsel und die Freude an der Weitergabe meines Wissens auch persönlich bereichert hat.

Danach zog es mich wieder zurück zur Produktentwicklung. Ich hatte das Glück, von DeepL angesprochen zu werden, einem Unternehmen, das ich sehr schätze und das für seine innovativen Produkte bekannt ist. Seit Anfang des Jahres arbeite ich dort an der Schnittstelle zwischen Produkt und Engineering, wo ich als verbindende Instanz fungiere, um die Zusammenarbeit verschiedener crossfunktionaler Teams zu koordinieren.

Welche Herausforderungen gibt es für Dich im Bereich Projektmanagement? 

Wir stehen vor der Herausforderung, alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen und gemeinsam zu überlegen, wie wir vorankommen können. Als Projektmanagerin ist es mein tägliches Brot, die Teams nicht nur zu leiten, sondern auch zu motivieren und die Kommunikation aufrechtzuerhalten.  

Dabei glaube ich fest daran, dass wir nur durch das Zusammenbringen verschiedener Blickwinkel innovative Lösungen schaffen können. Diese Überzeugung hat mich in meiner Karriere immer begleitet und ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit im IT-Management. 

Was hat Dich inspiriert an der IU zu studieren?  

Die IU hat mich inspiriert, weil sie in der Region Bonn einen ausgezeichneten Ruf genießt und sich zu einer großen Organisation entwickelt hat. Als jemand mit Berufserfahrung und einem bereits abgeschlossenen Studium schätzte ich außerdem das Netzwerk und die Möglichkeit, von Professoren zu lernen, die selbst in der Wirtschaft tätig sind. Dieser praxisnahe Ansatz war für mich entscheidend, da ich niemanden brauchte, der nur aus Büchern zitiert, ohne das echte Leben zu kennen.  

Die IU bot mir die Chance, mein Wissen zu vertiefen und gleichzeitig mein Netzwerk zu erweitern. So war das Studium unglaublich bereichernd, nicht zuletzt wegen der Zusammenarbeit mit Kommiliton:innen, die bereits als Entwickler:innen tätig waren und den MBA als Sprungbrett für Managementpositionen nutzten. 

Welche Rolle spielt AI in Deinem Arbeitsalltag? 

Arbeiten mit KI bedeutet für mich, täglich mit einer wertvollen Assistenz zu arbeiten, die Themen vereinfacht und komprimiert. KI hilft mir, schnell Informationen zusammenzufassen und ist eine unverzichtbare Unterstützung im Alltag. Die Herausforderung besteht darin, die Unberechenbarkeit des Trainings von Modellen zu managen, da man nicht vorhersagen kann, wann ein Modell fertig ist oder wie es sich verhalten wird. 

Auch ganz speziell bei den Sprach- und Übersetzungstools von DeepL bietet künstliche Intelligenz einen enormen Mehrwert, selbst für Nutzer:innen, die sich für die kostenlosen Funktionen entscheiden. Unser Ziel ist es, Sprachbarrieren abzubauen, und das Feedback, das ich erhalte, ist durchweg positiv. Ich identifiziere mich stark mit der Kultur unseres Unternehmens und stehe vollkommen hinter unserem Produkt.

Ein ganz konkretes Beispiel für unser Engagement ist die schnelle Integration der ukrainischen Sprache in unsere Dienste, als der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine begann. Normalerweise dauert das 3 – 6 Monate. Dies zeigt, wie KI dazu beitragen kann, aktuelle Herausforderungen schnell und effektiv zu adressieren.

Benutzt Du künstliche Intelligenzen auch privat?  

Ja, ich nutze künstliche Intelligenzen auch privat und stehe ethisch voll dahinter. Als Teil des Netzwerks „Women in AI & Robotics“ setze mich mit wichtigen Fragen rund um KI auseinander. Ich finde, dass wir als Gesellschaft eine Verantwortung haben, die wir ernst nehmen müssen. Wir müssen aktiv mitgestalten und KI demokratischer gestalten, sodass mehr Menschen verstehen, wie KI funktioniert und wo die Chancen und Risiken liegen.

Es gibt Institutionen, die an Siegeln für KI arbeiten, und ich glaube, es ist wichtig, Menschen zu schulen, um das Potenzial und die Grenzen von KI zu verstehen. Künstliche Intelligenz kann ein Heilmittel für viele Herausforderungen sein., aber wir müssen alle daran arbeiten, die KI demokratisch gestalten und nicht nur einem elitärer Kreis vorzubehalten. Der Zugang zur KI Entwicklung mag derzeit noch wegen der neuen Technik und fehlendem Wissen begrenzt sein, aber ich glaube, das wird sich ändern, wenn man selbst mit künstlicher Intelligenz Code schreiben kann.

Welche Trends siehst Du im Bereich AI für die Zukunft? 

Im Bereich der KI sehe ich für die Zukunft definitiv Trends in Richtung asynchrones Arbeiten. Durch die zunehmende Globalisierung und Dezentralisierung wird es meiner Meinung nach nie wieder eine vollständige Rückkehr zu traditionellen Bürojobs geben. Sprachmodelle werden es ermöglichen, Informationen einfacher zu konsumieren, was definitiv ein Trend ist.  

Wenn wir über generative KI nachdenken, dann sind es vor allem die Assistenzfunktionen, die ja auch bereits existieren, und tragbare Assistenten, die noch viel stärker im Kommen sein werden – besonders solche, die in der Lage sind, organische Dialoge zu führen.  

Ein weiterer großer Trend wird der Einsatz von KI in der Medizin sein, insbesondere in der Bilderkennung für die Früherkennung von Krankheiten wie Krebs. Diese Anwendungen befinden sich derzeit noch im Forschungsstadium, werden aber definitiv in großem Umfang in Krankenhäusern und großen Organisationen Einzug halten. 

Welche Tipps würdest Du den IU Studis geben, die sich für die Arbeit im Bereich künstliche Intelligenz interessieren? 

Gerade für Studis, die keinen technischen Hintergrund haben, ist es wichtig, keine Angst vor dem Einstieg in dieses Feld zu haben. Selbst wenn man nicht direkt Modelle trainieren möchte, gibt es viele andere Rollen in der KI Entwicklung. Es gibt viele Quellen, um das notwendige Wissen schnell zu erlernen oder Bereiche, die nicht direkt mit der technologischen Entwicklung zu tun haben.

Am Ende ist es entscheidend, am Ball zu bleiben und sich nicht davon abschrecken zu lassen, denn Technologien können sich in immer kürzer werdenden Zeiträumen grundlegend ändern. Selbst Entwickler:innen müssen ihr Wissen ständig aktualisieren, da es keine Stagnation gibt. Im Gegensatz zu früheren Berufen, wo man vielleicht einen Rückstand von 20 Jahren haben konnte, ist das bei KI nicht der Fall. Aufgrund der schnellen Veränderungen in diesem Bereich kann man jederzeit einsteigen und sich an die aktuellen Entwicklungen anpassen. Es ist wichtig, keine Scheu davor zu haben und sich für das Thema zu interessieren.

Wir danken Franziska für dieses Interview mit vielen spannenden Einblicken! 

Du möchtest auch mit einem Fernstudium den Sprung in die Welt von AI, Technik und Co. schaffen? Dann mach Dich gleich schlau zu Deinen Möglichkeiten!  

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Eine der größten Leidenschaften in meinem Leben? Definitiv das Storytelling! Im Marketing-Team an der IU Internationalen Hochschule kann ich das perfekt für meine Texte nutzen. Wenn ich gerade keine Wörter aneinanderreihe, bewege ich Hanteln, kritzle ich in mein Skizzenbuch oder fotografiere die Welt um mich herum.

Stefka
IU Redakteurin