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Der Equal Pay Day 2024: 66 Tage weg von der Gleichberechtigung

18% weniger als Männer verdienen Frauen im Schnitt. Diese Zahl ist nicht etwa aus der Mitte des letzten Jahrhunderts – nein, das hat das Statistische Bundesamt für das Jahr 2023 ausgerechnet. Bildlicher dargestellt heißt diese Pay Gap, dass Frauen vom 1. Januar bis zum 6. März umsonst arbeiten. Das ist also die „Lückezur Gleichberechtigung.  

Bildnachweis: IU Internationale Hochschule

Der Equal Pay Day findet 2024 am 6. März statt – letztes Jahr war es doch noch der 7. März. Heißt das also, dass sich die Situation verbessert hat? Leider nein: 2024 ist ein Schaltjahr. Somit ist die Gap genauso groß wie letztes Jahr. Deswegen ist es umso wichtiger, dass der Equal Pay Day auf die Realität hinweist: Frauen bekommen in Deutschland für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld als ihre männlichen Counterparts.  

Auch mit Rücksicht auf die Tatsache, dass Frauen häufiger in Teilzeit oder unterbezahlten Berufen arbeiten und weniger oft Führungspositionen füllen, bleiben 6% Unterschied. Genau die gleiche Arbeit. Unterschiedliche Bezahlung. Nur wegen eines anderen Geschlechts? 

Leider ja. Dabei wird es höchste Zeit für Equal Pay! (Das ist übrigens auch das Motto der diesjährigen Kampagne.) Die Zukunft der Arbeitswelt ist voller neuer Trends und Möglichkeiten: Da wäre zum Beispiel das Konzept der 4-Tage Woche, die Idee des Jobsharings oder allgemein die zahlreichen Entwicklungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Chancen oder weitere Schwierigkeiten? 

So viele Fragen und es gibt noch viele mehr rund um das Thema Pay Gap. Ein wichtiges Thema ist auch die Verteilung der Care-Arbeit: Denn die lastet noch immer zum größten Teil auf Frauen. Nicht immer geht das Hand in Hand mit den tatsächlichen Wünschen von Eltern. Stattdessen ist es vielmehr ein kombiniertes Problem aus stereotypen Geschlechterrollen und strukturellen Hürden.  

Was kann also verändert werden, um dafür zu sorgen, dass die Pay Gap schrumpft? Oder vielmehr: Was muss sich ändern? Genau diese Frage steht im Fokus beim Equal Pay Day – Lösungsansätze gibt es zahlreiche und sie alle sollen an diesem Tag Raum finden.  

Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, um die Lücke zu schließen, so ist der 6. März doch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der vor allem für eines sorgt: Wir beschäftigen uns mit diesem zentralen gesellschaftlichen Thema, statt wegzuschauen.  

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Eine der größten Leidenschaften in meinem Leben? Definitiv das Storytelling! Im Marketing-Team an der IU Internationalen Hochschule kann ich das perfekt für meine Texte nutzen. Wenn ich gerade keine Wörter aneinanderreihe, bewege ich Hanteln, kritzle ich in mein Skizzenbuch oder fotografiere die Welt um mich herum.

Stefka
IU Redakteurin